Monat: Jp.m.

  • Gekoppelter Wärmetransport – Conjugate Heat Transfer

    Gekoppelter Wärmetransport – Conjugate Heat Transfer

    Bei einigen Simulationsproblemen spielt nicht nur der Wärmetransport im Fluid alleine eine Rolle, sondern auch der im benachbarten Festkörper. Dann muss eine gekoppelte Simulation der Wärmeausbreitung zwischen Festkörper und Fluid (CHT – Conjugate Heat Transfer) durchgeführt werden.

    Wir beherrschen solche Simulationen mit unseren Open-Source-Tools, z.B. OpenFOAM. Für eine schnelle Optimierung der Heiz- und Kühlleistung mittels numerischer Simulation haben wir zusätzliche Tools erstellt, um die Vorbereitung solcher Simulationen zu beschleunigen.

  • Wärmetransport

    Wärmetransport

    Stationäre und transiente 3D Simulation der Wärmeausbreitung in komplexen Bauteilen verschiedener Materialien. Kühlung und Erwärmung von Bauteilen zur Bestimmung kritischer Wärmeströme, erforderliche Kühllasten oder z.B. Vermeidung von thermischen Spannungen. Optimierung der Bauteilgeometrien durch automatisierte Geometrieerstellung und Simulationsabläufe.

  • Ausbreitung von Gasen in der Umwelt

    Ausbreitung von Gasen in der Umwelt

    CFD-Simulation von Gasausbreitung im Störfall – Sicherheitsanalyse für leichte und schwere Gase

    Bei industriellen Anlagen, Chemiebetrieben, Energieversorgungsinfrastrukturen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen stellt die unkontrollierte Freisetzung von Gasen im Störfall ein erhebliches Risiko für Mensch, Umwelt und Sachwerte dar. Die präzise Vorhersage der Gasausbreitung ist daher ein wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitsanalysen, Risikobeurteilungen und Notfallplanungen.

    Simulationsbasierte Störfallanalyse mit CFD

    Mittels CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics) werden im Störfall austretende Gase – sowohl leichte Gase (z. B. Wasserstoff, Methan, Ammoniak) als auch schwere Gase (z. B. Chlor, Propan, CO₂) – in ihrer räumlichen und zeitlichen Ausbreitung präzise erfasst. Die Simulation berücksichtigt dabei die nahe Umgebung (Gebäudekonturen, Hindernisse, Geländestruktur) ebenso wie die entfernte Umgebung (Bebauungsdichte, Topografie, offene Flächen), um realistische Ausbreitungsszenarien abzubilden.

    Stationäre und transiente Konzentrationsfelder

    Die Berechnung sowohl stationärer als auch transienter Konzentrationsfelder erlaubt eine differenzierte Beurteilung der Ausbreitungsdynamik:

    • Stationäre Felder zeigen den eingeschwungenen Zustand bei konstanter Leckagerate und geben Aufschluss über dauerhaft kritische Zonen, Explosionsgrenzen (UEG/OEG) und Toxizitätsschwellen (z. B. ERPG-, AEGL- oder IDLH-Werte).
    • Transiente Felder bilden den zeitlichen Verlauf der Ausbreitung ab – von der Freisetzung über die Wolkenbildung bis zur Verdünnung – und sind entscheidend für die Bewertung von Evakuierungszeiträumen und Alarmierungskonzepten.

    Einfluss verschiedener Windrichtungen und meteorologischer Bedingungen

    Windrichtung, Windgeschwindigkeit und atmosphärische Stabilitätsklassen (nach Pasquill-Gifford oder Monin-Obukhov) haben einen maßgeblichen Einfluss auf Reichweite, Konzentration und Gefährdungszone einer Gaswolke. Durch die systematische Variation dieser Parameter werden alle sicherheitsrelevanten Szenarien abgedeckt – von ruhiger Wetterlage mit geringer Durchmischung bis hin zu turbulenter Strömung mit schneller Verdünnung.

    Transiente Einstromrandbedingungen in atmosphärischen Grenzschichten

    Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Simulation ist die Verwendung eigens entwickelter transienter Einstromrandbedingungen für atmosphärische Grenzschichten. Im Gegensatz zu vereinfachten Windprofilen werden dabei realitätsnahe, zeitlich variable Strömungsprofile mit turbulenter Grenzschichtstruktur eingesetzt. Dies gewährleistet eine hohe Übereinstimmung mit realen meteorologischen Bedingungen und steigert die Zuverlässigkeit sowie Validierbarkeit der Simulationsergebnisse erheblich – ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Gaußschen Ausbreitungsmodellen.

    Anwendungsfelder und regulatorischer Rahmen

    Die CFD-basierte Gasausbreitungssimulation findet Anwendung in:

    • Störfallverordnung (12. BImSchV) / Seveso-III-Richtlinie: Nachweis sicherer Abstände und Sicherheitszonen
    • Sicherheitsberichten und QRA (Quantitative Risk Assessment): Grundlage für probabilistische Risikoanalysen
    • Feuerwehr- und Katastrophenschutzplanung: Unterstützung bei Einsatzszenarien und Evakuierungsplanung
    • Anlagenplanung und Genehmigungsverfahren: Frühzeitige Identifikation kritischer Ausbreitungspfade

  • Kühlung elektronischer Bauteile

    Kühlung elektronischer Bauteile

    Thermische Simulation und Wärmemanagement in der Elektronik- und Leuchtenentwicklung

    In modernen Entwicklungsprozessen ist das thermische Management eine zentrale Herausforderung – insbesondere bei leistungsintensiven Komponenten wie Elektronikbaugruppen, Leistungselektronik und LED-Leuchtmitteln. Mithilfe von 3D-CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) und FEM-basierter Wärmeanalyse (Finite-Elemente-Methode) erfolgt eine präzise thermische Analyse zur Kühlung verschiedener Bauteile, darunter Elektronik, Leuchtmittel und eingebettete Systeme.

    Wärmeübertragungsmechanismen im Detail

    Eine realitätsnahe Simulation berücksichtigt alle relevanten Wärmeübertragungsmechanismen:

    • Wärmeleitung (Konduktion): Die Quantifizierung der Wärmeleitung durch Festkörper – wie Leiterplatten (PCBs), Kühlkörper und Gehäusematerialien – ermöglicht die gezielte Auswahl thermisch optimierter Werkstoffe und Materialverbünde.
    • Wärmestrahlung (Radiation): Die Berechnung emittierter Infrarotstrahlung anhand von Emissionsgraden und Oberflächentemperaturen ist besonders bei hohen Betriebstemperaturen und im Vakuum relevant.
    • Freie Konvektion (natürliche Konvektion): Ohne aktive Kühlelemente entsteht eine Luftzirkulation allein durch Dichteunterschiede im erwärmten Fluid – ideal für lautlose, wartungsarme Designs.
    • Erzwungene Konvektion: Lüfter, Gebläse oder Pumpen erzeugen einen definierten Luftstrom oder Flüssigkeitsstrom und steigern den Wärmeübergang erheblich. Die Simulation erlaubt die Optimierung von Strömungsführung, Kanalgeometrie und Ventilatorposition.

    Kühlkonzepte und ihre simulationsgestützte Bewertung

    Verschiedene Kühlstrategien – von passiver Luftkühlung über aktive Zwangskühlung bis hin zu Flüssigkeitskühlung und Wärmerohren (Heat Pipes) – werden virtuell bewertet, bevor ein physischer Prototyp entsteht. Kenngrößen wie maximale Bauteiltemperaturen, Temperaturgradienten, thermische Widerstände sowie die Einhaltung von Grenzwerten nach IEC-, JEDEC- oder UL-Normen sind dabei entscheidende Bewertungskriterien.

    Frühzeitige Funktionalitätssicherung im Entwicklungsprozess

    Durch die Integration thermischer Simulation bereits in frühen Entwicklungsphasen – vom Konzeptentwurf über das Detaildesign bis zur Serienreife – lassen sich kostspielige Redesigns und thermisch bedingte Ausfälle vermeiden. Die Simulation liefert belastbare Aussagen zur Lebensdauer, Zuverlässigkeit und Einhaltung von Temperaturgrenzen (z. B. Tjunction bei Halbleitern oder Tc-Werte bei LED-Modulen), die direkt in die Konstruktion einfließen.

    Damit wird die Funktionalität des Produkts zuverlässig bereits im Entwicklungsprozess gewährleistet – lange vor dem ersten Prototyp.

  • Wärmeübertrager

    Wärmeübertrager

    Die Analyse der Strömung mit Wärmeübergang in verschiedenen Betriebspunkten technischer Bauteile ist der wichtigste Schritt zur Auslegung und Optimierung. Wir beherrschen die dazu notwendigen Simulationswerkzeuge. Verbesserter Ein- und Ausstrom und bessere Strömungsführung bei minimalen Druckverlusten senkt die Bauteil- und Betriebskosten. Aussagen über lokale thermische Spannungen aus den 3D-Simulationen können abgeleitet werden.

  • Klimatisierung Fahrzeuginnenraum

    Klimatisierung Fahrzeuginnenraum

    Eine Reduzierung des Energieverbrauchs für die Klimatisierung ist durch effiziente und gesteuerte Belüftung möglich. Mit der gekoppelten Simulation (Wärmestrahlung, -leitung, Konvektion) werden die Temperaturen durch Sonneneinstrahlung im Fahrzeug und deren Oberflächen berechnet. Optimierte Software (InsightCAE) zur Lösung der transienten Wärmestrahlung mittels CFD unter Berücksichtigung der Wärmekapazitäten ermöglichen schnelle und effiziente Simulationen beim Auftraggeber.

  • See

    See

    Thermische Strömungssimulation für die räumliche Energieplanung mit Seewasser

    Seen und andere Oberflächengewässer stellen einen enormen natürlichen Energiespeicher dar, der sowohl ökologisch als auch ökonomisch effizient genutzt werden kann. Durch den Einsatz von Seewasserwärmepumpen lässt sich diese gespeicherte thermische Energie für die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden erschließen und trägt so maßgeblich zur Dekarbonisierung der kommunalen Wärmeversorgung bei. Thermische Strömungssimulationen bilden dabei eine unverzichtbare Grundlage für die räumliche Energieplanung und ermöglichen eine fundierte Bewertung der Rahmenbedingungen und Anforderungen für eine nachhaltige thermische Nutzung von Seewasser.

    Strömungssimulation als Planungsinstrument für Behörden, Planer und Energieversorger

    Ein wesentlicher Vorteil thermischer Strömungssimulationen liegt in ihrer kommunikativen Funktion: Sie machen die zu erwartenden thermischen und strömungsmechanischen Zustände im Gewässer für alle Beteiligten – Behörden, Planer und Energieversorger – anschaulich und nachvollziehbar sichtbar. Dies erleichtert wasserrechtliche Genehmigungsverfahren erheblich und schafft eine gemeinsame Planungsgrundlage, auf der fundierte Entscheidungen über Standorte, Leistungsklassen und Betriebskonzepte für die Seewassernutzung getroffen werden können.

    3D-Modellierung durch Digitalisierung von Tiefenkarten

    Die Grundlage jeder thermischen Strömungssimulation bildet ein präzises digitales Geländemodell des Gewässers. Hierfür werden vorhandene Tiefenkarten digitalisiert und in ein dreidimensionales Rechenmodell überführt, das die reale Beckengeometrie mit ihren Tiefen- und Uferverläufen exakt abbildet. Je genauer dieses 3D-Modell die tatsächlichen bathymetrischen Verhältnisse widerspiegelt, desto belastbarer und aussagekräftiger sind die Ergebnisse der CFD-Simulation.

    Simulation der Temperaturschichtung im Heiz- und Kühlbetrieb

    Die Strömungssimulation bildet die Temperaturschichtung im Gewässer unter Berücksichtigung der Zu- und Rückführleitungen sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb realitätsnah ab. In natürlichen Gewässern entsteht durch solare Einstrahlung, Windmischung und jahreszeitliche Einflüsse eine charakteristische thermische Schichtung – die sogenannte Thermokline –, welche die Temperaturverfügbarkeit und das Strömungsverhalten maßgeblich beeinflusst. Die Simulation quantifiziert diese komplexen Wechselwirkungen zwischen Wärmeein- und -ausleitungen und der natürlichen Schichtung und liefert so belastbare Planungsdaten für die Auslegung von Seewasserwärmepumpenanlagen.

    Zeitliche Auflösung saisonaler Temperaturschwankungen

    Die zeitlich aufgelöste Betrachtung der Temperaturschwankungen im Gewässer ermöglicht eine realistische Abschätzung der saisonalen Leistungsverfügbarkeit des Seewassersystems über einen vollständigen Jahresverlauf. Temperaturganglinien und deren Abhängigkeit von Witterungseinflüssen, Nutzungsintensität und Betriebsregimen können so detailliert analysiert und für die Systemauslegung genutzt werden.

    Optimierung der Zu- und Rücklaufgeometrie zur Vermeidung von Kurzschlussströmungen

    Durch systematische Variation der Zu- und Rücklaufgeometrien – also der Anzahl, Anordnung und Ausrichtung der Ein- und Auslassbauwerke – werden die jeweiligen thermischen Einflussgebiete im Gewässer bestimmt. Auf diese Weise lassen sich hydraulische und thermische Kurzschlussströmungen zuverlässig vermeiden, die Effizienz der Seewassernutzung maximieren und mögliche ökologische Beeinträchtigungen des Gewässers auf ein Minimum reduzieren.

  • Hafenbecken

    Hafenbecken

    Im Rahmen eines innovativen Energiekonzepts wird ein Hafenbecken als natürliche Wärmequelle und -senke für den Kühl- und Heizbetrieb umliegender Bürogebäude genutzt. Oberflächengewässer wie Hafenbecken, Seen oder Flüsse eignen sich aufgrund ihrer thermischen Speicherfähigkeit hervorragend als Grundlage für wasserbasierte Wärmepumpensysteme und können im Vergleich zu konventionellen Klimaanlagen erhebliche Energieeinsparungen erzielen.

    Zur Bewertung der thermischen Auswirkungen auf das Gewässer wurden thermische Simulationen durchgeführt, mit denen der Temperatureinfluss des Wärmeentzugs und der Wärmeeinleitung auf das Hafenbecken quantifiziert werden kann. Solche Simulationen sind essenziell, um sicherzustellen, dass die Wassertemperatur innerhalb ökologisch und behördlich zulässiger Grenzen bleibt und keine unerwünschten thermischen Schichtungen entstehen.

    Ein besonderes Augenmerk wurde auf die hydraulische Auslegung der Zu- und Ableitungen an der Kaimauer gelegt. Thermische oder hydraulische Kurzschlüsse – also die direkte Rückführung von bereits temperiertem Wasser zur Ansaugstelle – würden die Effizienz des Systems erheblich mindern. Durch eine sorgfältige Positionierung und strömungstechnische Gestaltung der Ein- und Auslassbauwerke kann dieser Effekt zuverlässig verhindert werden.

    Um übermäßig hohe Strömungsgeschwindigkeiten im Hafenbecken zu vermeiden, wurde die Anzahl der Zu- und Ableitungen variiert und optimiert. Hohe lokale Strömungsgeschwindigkeiten können Sedimentaufwirbelungen verursachen, aquatische Lebewesen beeinträchtigen und zu erhöhtem Verschleiß an den technischen Anlagen führen. Eine Verteilung des Volumenstroms auf mehrere Einleitstellen reduziert diese Risiken und sorgt für eine gleichmäßigere Durchströmung des Beckens.

    Die Ansaugkästen wurden gezielt dimensioniert, um den Einzug von Fischen und anderen aquatischen Organismen in das Leitungssystem zu verhindern. Hierbei kommen in der Praxis feinmaschige Rechen, Siebe oder spezielle Schutzgitter zum Einsatz, deren Durchströmungsgeschwindigkeit so gering gehalten wird, dass Fische nicht angesaugt werden. Entsprechende Grenzwerte für die Anströmgeschwindigkeit sind in wasserrechtlichen Regelwerken und Umweltauflagen verankert.

    Abschließend wurde die biologische Verträglichkeit des Gesamtsystems untersucht. Dabei wurden mögliche Auswirkungen auf das Ökosystem des Hafenbeckens bewertet, insbesondere hinsichtlich Temperaturveränderungen, veränderter Sauerstoffverhältnisse und der Einschleppung gebietsfremder Organismen. Eine umweltverträgliche Planung stellt sicher, dass der Betrieb der Anlage im Einklang mit den wasserrechtlichen Genehmigungsanforderungen und den Zielen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie steht.

  • FEM-Simulation von Klebeverbindungen – Präzise Spannungsanalyse für sichere Fügetechnik

    FEM-Simulation von Klebeverbindungen – Präzise Spannungsanalyse für sichere Fügetechnik

    Klebverbindungen spielen in modernen Konstruktionen eine zunehmend wichtige Rolle – von der Luft- und Raumfahrt über den Fahrzeugbau bis hin zu Windenergieanlagen und dem allgemeinen Maschinenbau. Im Gegensatz zu formschlüssigen Verbindungen wie Schrauben oder Nieten übertragen Klebeverbindungen Lasten flächig, reduzieren Kerbwirkungen und ermöglichen die Verbindung unterschiedlichster Werkstoffe. Umso wichtiger ist eine zuverlässige rechnerische Bewertung – insbesondere mit der Finite-Elemente-Methode (FEM).

    FEM-Modellierung von Klebverbindungen

    Ähnlich wie bei Schraubverbindungen können auch bei FEM-Modellen Klebverbindungen präzise berücksichtigt werden. Wir verwenden eine Modellierungstechnik, die nicht nur die globale Lastübertragung korrekt abbildet, sondern auch eine hinreichend detaillierte Bewertung der Spannungen innerhalb der Klebeschicht selbst ermöglicht. Damit lassen sich kritische Bereiche wie Klebeschichtränder, Überlappungszonen und Schälspannungspeaks zuverlässig identifizieren und bewerten.

    Warum ist die korrekte FEM-Modellierung von Klebschichten entscheidend?

    Die Klebeschicht ist trotz ihrer oft geringen Dicke das mechanisch maßgebende Element der Verbindung. Eine vereinfachte oder vernachlässigte Modellierung führt häufig zu:

    • Unterschätzung von Schälspannungen an den Rändern der Überlappung – einer der häufigsten Versagensmechanismen bei Klebverbindungen
    • Fehlerhafter Steifigkeitsabbildung des Gesamtsystems, besonders bei Mischbauweisen aus Metall und Faserverbundwerkstoffen
    • Unzureichender Bewertung von Ermüdungsbelastungen, die bei zyklischer Beanspruchung zum schleichenden Versagen der Grenzfläche führen können
    • Übersehen von Eigenspannungen aus dem Aushärteprozess, die die effektive Tragfähigkeit erheblich beeinflussen

    Unsere Modellierungsstrategie im Detail

    Je nach Anforderung und verfügbarer Rechenkapazität setzen wir unterschiedliche, aufeinander abgestimmte Modellierungsansätze ein:

    • Volumenelemente für die Klebeschicht – ermöglichen eine direkte, dreidimensionale Spannungsauswertung innerhalb des Klebstoffs, insbesondere für Normal- und Schubspannungskomponenten
    • Cohesive-Zone-Modelle (CZM) – bilden das progressive Versagen der Grenzfläche ab und eignen sich für Bruchmechanik- und Delaminationsanalysen
    • Tie-Constraints und Surface-to-Surface-Kontakte – für effiziente Modellierung in Systemsimulationen mit vielen Fügepartnern
    • Werkstoffmodelle für Klebstoffe – von linear-elastisch über viskoelastisch bis hin zu elastoplastisch, angepasst an den jeweiligen Klebstofftyp (Epoxidharz, Polyurethan, Acrylat etc.)

    Bewertungskriterien und Versagensnachweise

    Auf Basis der FEM-Ergebnisse führen wir eine strukturmechanische Bewertung nach anerkannten Regelwerken und internen Methoden durch:

    • Spannungsbasierte Nachweise für Schub-, Schäl- und Normalspannungen in der Klebschicht
    • Vergleich mit Klebstoff-Kennwerten aus Datenblättern oder eigenen Prüfungen (z. B. Zugscherprüfung nach DIN EN 1465)
    • Sicherheitsnachweise gegen kohäsives und adhäsives Versagen
    • Berücksichtigung von Temperatureinflüssen auf die Klebstoffeigenschaften (Glasübergangstemperatur, Wärmedehnung)

    Typische Anwendungsbereiche

    Unsere FEM-basierte Klebverbindungsanalyse kommt in vielen Branchen und Bauteilen zum Einsatz:

    • Strukturelle Klebungen im Leichtbau – Aluminium-CFK-Mischverbindungen, Sandwichstrukturen
    • Windenergieanlagen – Rotorblattverklebungen und Flanschverbindungen
    • Fahrzeugbau – Karosserieversteifungen, Scheibenverklebungen, Batteriegehäuse
    • Maschinen- und Apparatebau – Lager- und Dichtklebungen unter mechanischer und thermischer Last
    • Elektronik und Medizintechnik – miniaturisierte Klebeverbindungen mit hohen Zuverlässigkeitsanforderungen

    Jetzt Klebverbindung simulieren lassen

    Sie möchten die Tragfähigkeit einer Klebverbindung rechnerisch absichern oder ein bestehendes FEM-Modell um eine realistische Klebschichtmodellierung erweitern? Kontaktieren Sie uns.

  • FEM-Simulation mit Code_Aster – Über 10 Jahre Erfahrung in der Strukturanalyse

    FEM-Simulation mit Code_Aster – Über 10 Jahre Erfahrung in der Strukturanalyse

    Code_Aster ist einer der leistungsfähigsten und zugleich anspruchsvollsten Open-Source-Finite-Elemente-Codes weltweit – entwickelt und kontinuierlich gepflegt vom französischen Energiekonzern EDF. Mit einem Funktionsumfang, der viele kommerzielle FEM-Programme übertrifft, eignet sich Code_Aster besonders für komplexe strukturmechanische, thermische und gekoppelte Analysen im industriellen und wissenschaftlichen Umfeld.

    Wir verfügen über mehr als 10 Jahre praktische Erfahrung im professionellen Einsatz von Code_Aster und setzen diesen FEM-Code für ein breites Spektrum anspruchsvoller Berechnungsaufgaben ein – von der einfachen statischen Analyse bis hin zu hochkomplexen transienten Simulationen mit nichtlinearem Materialverhalten und Kontakt.

    Unsere Leistungen mit Code_Aster im Überblick

    Statische und transiente Strukturanalysen

    Ob Betriebslast, Impakt oder zeitveränderliche Einwirkung – wir berechnen das mechanische Verhalten von Bauteilen und Strukturen unter realistischen Lastbedingungen. Dabei nutzen wir die volle Elementvielfalt von Code_Aster:

    • Volumenelemente – für massive Bauteile, Schweißnähte und komplexe 3D-Geometrien mit detaillierter Spannungsauswertung
    • Schalenelemente – für dünnwandige Strukturen wie Bleche, Behälter, Rohrleitungen und Gehäuse mit hoher Recheneffizienz
    • Stab- und Balkenelemente – für Rahmentragwerke, Stahlkonstruktionen und Systemmodelle mit vielen Freiheitsgraden

    Kontaktprobleme und nichtlineare Analysen

    Kontaktprobleme gehören zu den numerisch anspruchsvollsten Aufgaben in der FEM. Code_Aster bietet hierfür robuste Algorithmen, die wir gezielt für Fragestellungen wie Presspassungen, Fügeverbindungen, Dichtflächen oder das Abheben von Bauteilen unter Betriebslast einsetzen. Auch geometrische und physikalische Nichtlinearitäten – etwa große Verformungen oder elastoplastisches Materialverhalten – werden korrekt abgebildet.

    Schraubverbindungen

    Die realistische Modellierung von Schraubenverbindungen in FEM-Modellen erfordert sowohl methodisches Know-how als auch Erfahrung mit den Eigenheiten des jeweiligen Solvers. Wir bilden Vorspannkräfte und das elastische Verhalten von Schraubenverbindungen nach bewährten Methoden ab – für belastbare Nachweise nach gängigen Regelwerken wie VDI 2230.

    Eigenfrequenzanalysen und Modalanalyse

    Die Kenntnis der Eigenfrequenzen und Schwingungsformen einer Struktur ist Voraussetzung für die Bewertung von Resonanzrisiken und die Auslegung schwingungsarmer Konstruktionen. Mit Code_Aster führen wir Modalanalysen durch und kombinieren diese bei Bedarf mit harmonischer oder transienter Schwingungsantwortberechnung – z. B. für rotierende Maschinen, Rohrleitungssysteme oder seismisch beanspruchte Anlagen.

    Warum Code_Aster – und warum mit uns?

    • Kein Lizenzkosten-Overhead – Code_Aster ist Open Source unter GPL-Lizenz und ermöglicht kosteneffiziente Berechnungen auch bei hohem Rechenvolumen oder parallelen Projekten
    • Hohe Solver-Qualität – der Code wird seit über 30 Jahren von EDF für sicherheitskritische Anwendungen in der Kerntechnik und Energieversorgung eingesetzt und validiert
    • Reproduzierbare, dokumentierte Ergebnisse – alle Simulationen werden nachvollziehbar aufgebaut und mit ingenieurmäßiger Bewertung der Ergebnisse abgeschlossen

    Typische Branchen und Anwendungsfelder

    Unsere Code_Aster-Projekte erstrecken sich über zahlreiche Industrie- und Ingenieurbereiche:

    • Maschinen- und Anlagenbau – Festigkeitsnachweise für Druckbehälter, Flansche, Schweißkonstruktionen
    • Energie- und Verfahrenstechnik – Rohrleitungsanalysen, Wärmetauscher, Behälterauslegung
    • Fahrzeug- und Schienenfahrzeugtechnik – Crashrelevante Strukturen, Betriebsfestigkeitsnachweise
    • Luft- und Raumfahrt – Leichtbaustrukturen mit Faserverbundwerkstoffen und Klebverbindungen
    • Bauwesen und Infrastruktur – Seismische Analyse, Stahlbau, Fundamentnachweise

    FEM-Berechnung mit Code_Aster anfragen

    Sie suchen einen erfahrenen Partner für strukturmechanische Berechnungen mit Code_Aster? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir besprechen Ihre Aufgabenstellung und erarbeiten gemeinsam eine effiziente und belastbare Simulationsstrategie.