Kategorie: Turbomaschinen

  • CFD-Analyse und Entwurf von Turbomaschinen mit Open-Source-Software

    CFD-Analyse und Entwurf von Turbomaschinen mit Open-Source-Software

    Turbomaschinen – von Kreiselpumpen und Kompressoren bis hin zu Turbinen und Lüftern – sind das Rückgrat moderner Industrie- und Energieanlagen. Ihre Auslegung und Optimierung erfordert tiefes strömungsmechanisches Verständnis und präzise numerische Werkzeuge. Wir verbinden beides: fundierte Ingenieursexpertise mit modernster CFD-Technologie auf Basis vollständig freier Software.

    Leistungsanalyse und Konstruktion von Turbomaschinen mit CFD

    Wir führen grundlegende Leistungsanalysen und Konstruktionen von Turbomaschinen mit modernsten CFD-Methoden (Computational Fluid Dynamics) durch. Der gesamte Analyse-Workflow ist im InsightCAE-Framework vollständig automatisiert und verwendet ausschließlich Open-Source-Software. Dies ermöglicht sehr kostengünstige Simulationen, kurze Durchlaufzeiten und eine einfache Integration in automatische Optimierungs-Frameworks.

    Was sind Turbomaschinen – und warum ist CFD so entscheidend?

    Turbomaschinen sind rotierende Strömungsmaschinen, die Energie zwischen einem Fluid und einem Rotor übertragen. Sie lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:

    • Arbeitsmaschinen (z. B. Pumpen, Verdichter, Gebläse): übertragen mechanische Energie auf das Fluid
    • Kraftmaschinen (z. B. Turbinen, Wasserturbinen): entziehen dem Fluid Energie und wandeln sie in Rotationsarbeit um

    Die internen Strömungsvorgänge – Sekundärströmungen, Ablösungen, Stoß-Grenzschicht-Interaktionen, Spaltströmungen – sind komplex und im Detail analytisch kaum vollständig erfassbar. Numerische Strömungssimulation (CFD) ist daher heute das Standardwerkzeug für Auslegung, Analyse und Optimierung dieser Maschinen.

    Unser CFD-Workflow für Turbomaschinen im Detail

    Unser Analyse-Prozess deckt den kompletten Ablauf einer Turbomaschinen-Simulation ab – von der Geometrieaufbereitung bis zur Ergebnisauswertung:

    • Geometrieerstellung und Parametrisierung: Definition der Schaufel- und Gehäusegeometrie, wahlweise auf Basis vorhandener CAD-Daten oder durch parametrische Neukonstruktion
    • Vernetzung (Meshing): Automatisierte Erzeugung strukturierter oder unstrukturierter Rechengitter mit optimierter Wandauflösung (y⁺-Kontrolle) für genaue Grenzschichtmodellierung
    • Stationäre und instationäre Simulation: Berechnung von Betriebspunkten mittels RANS-Turbulenzmodellen; instationäre Rotor-Stator-Interaktionen bei Bedarf
    • Leistungskennlinien: Ermittlung von Freifahrtkurven, Druck-Volumenstrom-Kennlinien, Wirkungsgraden, Kavitationsgrenzen und weiteren maschinenspezifischen Kennwerten
    • Ergebnisauswertung und Visualisierung: Automatisierte Post-Processing-Pipelines liefern reproduzierbare, vergleichbare Reports

    InsightCAE: Vollautomatisierter CFD-Workflow auf Open-Source-Basis

    Das InsightCAE-Framework ist ein leistungsfähiges Open-Source-Automatisierungsframework für CFD- und FEM-Analysen. Es orchestriert bewährte Open-Source-Solver und Werkzeuge zu einem nahtlosen, reproduzierbaren Arbeitsablauf:

    • OpenFOAM als primärer CFD-Solver – industriell erprobt, mit umfangreicher Turbulenzmodell-Bibliothek
    • gmsh / snappyHexMesh für automatisiertes, qualitätskontrolliertes Vernetzen
    • VTK und ParaView für skalierbare, skriptgesteuerte Visualisierung und Auswertung
    • Vollständige Parametrisierung aller Workflow-Schritte – ideal für Variantenrechnungen und Sensitivitätsstudien

    Durch die Automatisierung entfällt manueller Einrichtungsaufwand für jeden einzelnen Simulationslauf. Das reduziert nicht nur Fehlerquellen, sondern verkürzt die Zeit von der Problemstellung bis zum validierten Ergebnis erheblich.

    Nahtlose Integration in Optimierungs-Frameworks

    Ein besonderer Vorteil des automatisierten Workflows ist die einfache Kopplung mit numerischen Optimierungsverfahren. Typische Einsatzszenarien sind:

    • Gradient-basierte Optimierung zur gezielten Verbesserung von Wirkungsgrad oder Druckaufbau
    • Evolutionäre Algorithmen und Surrogate-Modelle (z. B. Gaussian Process Regression) für die Exploration großer Parameterräume
    • Multi-Ziel-Optimierung (z. B. gleichzeitige Maximierung von Wirkungsgrad und Betriebsbereich)
    • Design of Experiments (DoE) zur systematischen Untersuchung geometrischer oder betrieblicher Einflussgrößen

    Da jeder Simulationslauf vollständig skriptgesteuert und parametergesteuert abläuft, lassen sich Hunderte von Varianten ohne manuellen Eingriff berechnen und auswerten.

    Vorteile unseres Ansatzes auf einen Blick

    • Kostengünstig: Keine Lizenzkosten für kommerzielle CFD-Software
    • Schnell: Automatisierter Workflow minimiert manuelle Eingriffe und Durchlaufzeiten
    • Reproduzierbar: Vollständig dokumentierte, versionierbare Simulation-Setups
    • Skalierbar: Von der Einzelsimulation bis zur automatisierten Optimierungskampagne
    • Transparent: Quelloffene Software bedeutet volle Nachvollziehbarkeit aller Berechnungsschritte

    Typische Anwendungsfelder

    Unsere CFD-Analysen für Turbomaschinen kommen in einer Vielzahl von Industrie- und Forschungsprojekten zum Einsatz:

    • Kreiselpumpen und Pumpenturbinen (auch für Wasserkraft und Pumpspeicher)
    • Axial- und Radialverdichter für Prozess- und Energietechnik
    • Schiffspropeller und Düsenpropeller (in Kombination mit unserer Widerstandsanalyse)
    • Lüfter und Ventilatoren für Klima- und Lüftungstechnik
    • Dampf- und Gasturbinen in Kraftwerksanwendungen

    Fazit: Moderne Turbomaschinen-CFD – effizient, offen, optimierbar

    Mit unserem vollautomatisierten CFD-Workflow auf Basis von InsightCAE und Open-Source-Software bieten wir Ingenieurbüros, Herstellern und Forschungseinrichtungen einen leistungsfähigen, kostentransparenten Zugang zu professioneller Turbomaschinen-Simulation. Von der ersten Kennlinienberechnung bis zur automatisierten Formoptimierung – alles aus einer Hand, reproduzierbar und skalierbar.

    Sie planen eine CFD-Analyse für Ihre Turbomaschine? Sprechen Sie uns an – wir finden gemeinsam die passende Simulationsstrategie für Ihr Projekt.

  • Fluid-Struktur-Kopplung für Composite-Propeller: CFD mit OpenFOAM und Code_Aster

    Fluid-Struktur-Kopplung für Composite-Propeller: CFD mit OpenFOAM und Code_Aster

    Moderne Schiffs- und Strömungspropeller aus Faserverbundwerkstoffen bieten gegenüber klassischen Metallpropellern erhebliche Vorteile – geringeres Gewicht, verbesserte Kavitationseigenschaften und die Möglichkeit zur passiven Pitchanpassung durch gezielte Anisotropie. Doch ihre Flexibilität stellt die Auslegung vor besondere Herausforderungen: Die aerodynamische oder hydrodynamische Performance kann nur dann korrekt bewertet werden, wenn die strukturelle Verformung unter Betriebslast in die Simulation einbezogen wird.

    Composite-Propeller: Chancen und konstruktive Herausforderungen

    Propeller mit Flügeln aus Faserverbundwerkstoffen – insbesondere aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) – sind unter Betriebslasten elastisch verformbar. Diese Flexibilität ist kein Konstruktionsfehler, sondern kann gezielt genutzt werden:

    • Passive Pitchanpassung: Durch gezielte Faser-Orientierung verwindet sich der Flügel bei steigender Last in eine günstigere Anströmung – automatisch, ohne aktive Mechanik
    • Kavitationsreduktion: Die Anpassung der Blattgeometrie unter Last kann Druckspitzen glätten und so das Kavitationsrisiko senken
    • Lärmminderung: Geringere Druckpulsationen durch optimierte Lastverteilung über das Blatt
    • Gewichtsersparnis: CFK-Propeller sind bei gleicher Steifigkeit deutlich leichter als Bronze- oder Edelstahlpropeller

    Die Kehrseite: Bei der Auslegung muss die Verformung der Flügel unter Betriebslast zwingend berücksichtigt werden. Eine rein starre CFD-Simulation würde die tatsächliche Geometrie im Betrieb – und damit Schub, Drehmoment und Wirkungsgrad – systematisch falsch vorhersagen.

    Was ist Fluid-Struktur-Kopplung (FSI)?

    Die Fluid-Struktur-Interaktion (FSI) beschreibt die wechselseitige Beeinflussung zwischen einem strömenden Fluid und einer elastischen Struktur. Im Fall eines Composite-Propellers bedeutet das:

    • Das Fluid (Wasser oder Luft) erzeugt Druckkräfte auf die Propellerflügel
    • Die Struktur verformt sich infolge dieser Kräfte elastisch
    • Die veränderte Geometrie beeinflusst wiederum die Strömung – und damit die Druckverteilung
    • Dieser Kreislauf wird iterativ bis zur Konvergenz gelöst

    Je nach Steifigkeit der Struktur und Stärke der Strömungskräfte kann dieser Kopplungseffekt klein und vernachlässigbar sein – oder so dominant, dass er die Auslegung grundlegend bestimmt. Bei flexiblen Composite-Propellern ist Letzteres der Regelfall.

    Unsere Softwarelösung: OpenFOAM + Code_Aster vollständig gekoppelt

    Wir haben eine spezialisierte Softwarelösung für die FSI-Simulation von Composite-Propellern entwickelt, die zwei führende Open-Source-Programme zu einem leistungsfähigen, vollautomatisierten Workflow verbindet:

    • OpenFOAM übernimmt die CFD-Simulation: Berechnung des Strömungsfeldes, der Druckverteilung und der hydrodynamischen Kräfte auf den Propellerflügel – inklusive rotierender Gitterregionen (MRF oder Sliding Mesh)
    • Code_Aster löst die strukturmechanische Seite: Finite-Elemente-Analyse des anisotropen Verbundwerkstoffs unter den übertragenen Fluidkräften, Berechnung von Verformungen und Spannungen im Laminat
    • Ein Kopplungsalgorithmus überträgt Kräfte und Verschiebungen zwischen beiden Solvern und aktualisiert das CFD-Rechengitter entsprechend der strukturellen Verformung (dynamisches Mesh Morphing)

    Beide Werkzeuge sind vollständig quelloffen – ohne Lizenzkosten, mit voller Transparenz und maximaler Anpassbarkeit an spezifische Projektanforderungen.

    Technische Besonderheiten unserer FSI-Lösung

    • Anisotrope Materialmodellierung: Code_Aster bildet den laminaren Aufbau von CFK- und GFK-Strukturen schichtenweise ab – inklusive richtungsabhängiger Steifigkeits- und Festigkeitseigenschaften
    • Kavitationsmodellierung: Optional kann die FSI-Simulation um ein Kavitationsmodell erweitert werden, um die Wechselwirkung zwischen Phasenumwandlung und Blattverformung zu erfassen
    • Automatisierter Workflow: Die gesamte Simulationskette – Vernetzung, Solver-Setup, Kopplung, Post-Processing – ist im InsightCAE-Framework skriptgesteuert und reproduzierbar

    Ergebnisse und Kennwerte aus der FSI-Simulation

    Aus einer vollständigen Fluid-Struktur-Simulation für Composite-Propeller erhalten Sie unter anderem:

    • Schub- und Drehmomentkennlinien unter Berücksichtigung der realen Betriebsgeometrie
    • Verschiebungsfeld (daraus Durchbiegung, Verdrehung, Torsion) über das gesamte Propellerblatt
    • Spannungs- und Dehnungsverteilungen im Laminat – Grundlage für Festigkeitsnachweise nach Puck, Tsai-Wu oder ähnlichen Kriterien
    • Druckverteilung auf der Saug- und Druckseite der Flügel
    • Kavitationsindex und Kavitationsausbreitung (bei erweiterter Modellierung)
    • Effizienz und Betriebspunktstabilität über den gesamten Kennlinienbereich

    Anwendungsgebiete

    Unsere FSI-Lösung für Composite-Propeller ist in folgenden Bereichen einsetzbar:

    • Schiffspropeller aus CFK oder GFK für Hochleistungs- und Sportboote
    • Unterwasserdrohnen und AUV-Antriebe mit Geräuschemissions- oder Leichtbauanforderungen
    • Windturbinen-Rotorblätter (Kleinwindanlagen, vertikalachsige Systeme)
    • Gezeiten-Strömungsturbinen mit flexiblen Verbundwerkstoffblättern
    • Forschungsanwendungen zur Validierung von FSI-Algorithmen

    Fazit: Präzise Propellerauslegung durch physikalisch konsistente FSI-Simulation

    Wer Composite-Propeller mit starrer CFD auslegt, riskiert systematische Fehler in Leistungsvorhersage und Strukturauslegung. Unsere gekoppelte Simulationslösung auf Basis von OpenFOAM und Code_Aster schließt diese Lücke – kosteneffizient, transparent und vollständig automatisiert. Damit legen Sie Composite-Propeller so aus, wie sie tatsächlich arbeiten: verformt, belastet und leistungsoptimiert.

    Sie entwickeln einen Propeller aus Faserverbundwerkstoffen und benötigen eine belastbare FSI-Simulation? Kontaktieren Sie uns – wir begleiten Sie von der Geometrie bis zum validierten Ergebnis.

  • Kavitationsimulation in Turbomaschinen: CFD-Vorhersage mit OpenFOAM

    Kavitationsimulation in Turbomaschinen: CFD-Vorhersage mit OpenFOAM

    Kavitation zählt zu den kritischsten und kostspieligsten Phänomenen in flüssigkeitsdurchströmten Turbomaschinen. Sie begrenzt den Betriebsbereich, mindert den Wirkungsgrad, verursacht Lärm und Vibrationen – und kann im schlimmsten Fall innerhalb kurzer Zeit zu irreversiblen Materialschäden führen. Die CFD-basierte Kavitationssimulation ist heute das zuverlässigste Werkzeug, um diesem Phänomen bereits in der Auslegungsphase wirksam zu begegnen.

    Was ist Kavitation – und warum ist sie so gefährlich?

    Kavitation bezeichnet die lokale Verdampfung einer Flüssigkeit infolge eines Druckabfalls unter den dampfdruckabhängigen Siedepunkt – ohne Temperaturerhöhung. In Turbomaschinen tritt dieser Druckabfall typischerweise an Stellen hoher Strömungsgeschwindigkeit auf: an der Saugseite von Pumpenlaufrädern, an der Druckkante von Propellerflügeln oder in engen Spaltbereichen.

    Die entstehenden Dampfblasen kollabieren schlagartig, sobald sie in Bereiche höheren Drucks gelangen. Dieser Kollaps erzeugt:

    • Mikroimpulsstrahlen mit lokalen Druckspitzen von mehreren tausend Bar – Hauptursache für Materialabtrag (Kavitationserosion)
    • Druckpulsationen und Vibrationen, die Lager, Dichtungen und angrenzende Strukturen belasten
    • Lärmentwicklung durch breitbandige akustische Emissionen im charakteristischen Knister- und Klopfgeräusch
    • Leistungseinbruch: Große Kavitationsgebiete blockieren die Strömungsquerschnitte und führen zum Zusammenbruch von Förderhöhe oder Schub

    Kavitation als limitierendes Phänomen für Turbomaschinen

    Die Kavitation ist ein limitierendes Phänomen für Turbomaschinen, die in Flüssigkeiten betrieben werden. Für die Vorhersage des Kavitationsbeginns und seiner Auswirkungen auf die Maschinenleistung wird die CFD-Simulation als zuverlässigstes Verfahren eingesetzt. Betroffen sind nahezu alle Maschinentypen, in denen Flüssigkeiten beschleunigt oder umgelenkt werden:

    • Kreiselpumpen – besonders bei niedrigem Zulaufdruck (NPSH-Unterschreitung)
    • Schiffs- und Unterwasserpropeller – bei hoher Belastung oder im Teillastbetrieb
    • Pumpenturbinen und Wasserturbinen (Francis, Kaplan, Pelton) – in Teillast- und Überlastbereichen
    • Hydraulikmotoren und -pumpen in Hochdrucksystemen
    • Inducer-Stufen in Raketentriebwerken und Hochleistungspumpen

    Kavitationssimulation mit CFD: Physikalische Grundlagen

    Moderne CFD-Kavitationsmodelle basieren auf einem Zweiphasenansatz: Die Strömung wird als Gemisch aus flüssiger und dampfförmiger Phase modelliert, wobei der lokale Dampfvolumenanteil durch eine Transportgleichung gesteuert wird. Etablierte Modellansätze sind:

    • Schnerr-Sauer-Modell: Basiert auf der vereinfachten Rayleigh-Plesset-Gleichung für das Blasenwachstum; gut validiert für Pumpenkavitation
    • Zwart-Gerber-Belamri-Modell: Berücksichtigt die Wechselwirkung zwischen Blasenpopulation und Massentransfer; weit verbreitet in industriellen Anwendungen
    • Merkle-Modell: Druckbasierter Massentransfer-Ansatz, besonders stabil bei transienten Berechnungen

    Ergänzt wird das Kavitationsmodell durch geeignete Turbulenzmodelle (k-ω SST, k-ε Realizable) und – bei Bedarf – durch Modelle für thermische Effekte, die bei kryogenen Fluiden oder heißem Wasser relevant werden.

    Was leistet die CFD-Kavitationssimulation konkret?

    Eine sorgfältig aufgesetzte Kavitationssimulation liefert weit mehr als nur eine Aussage darüber, ob Kavitation auftritt. Typische Ergebnisse umfassen:

    • Kavitationsbeginn (Inception): Bestimmung des kritischen Betriebspunkts (Druck, Volumenstrom, Drehzahl), ab dem Kavitation einsetzt – als Grundlage für NPSH-Kurven und Sicherheitsnachweise
    • Räumliche Kavitationsausbreitung: Visualisierung der Dampfvolumenanteile über Schaufeloberflächen, im Spalt oder im Saugmund – zur Identifikation erosionsgefährdeter Bereiche
    • Leistungsabfall durch Kavitation: Quantifizierung des Förderhöhen- oder Schubabfalls in Abhängigkeit des Kavitationsindexes σ
    • Instationäre Kavitationsdynamik: Simulation periodisch kollabierender Kavitationsstrukturen (Cloud Cavitation, Sheet Cavitation) und ihrer Druckpulsationen
    • Erosionspotenzial-Karten: Identifikation von Materialabtragszonen durch Auswertung lokaler Druckimpulse beim Blasenkollaps

    Unser Workflow: Kavitationssimulation mit Open-Source-Software

    Unsere Kavitationssimulationen werden vollständig mit Open-Source-Software durchgeführt – primär mit OpenFOAM und eingebettet in den automatisierten InsightCAE-Workflow:

    • Geometrie und Vernetzung: Automatisierte Netzgenerierung mit feiner Wandauflösung und Netzverdichtung in kavitationsgefährdeten Bereichen
    • Stationäre Voruntersuchung: Schnelle Bewertung des Druckfeldes und Identifikation kritischer Zonen ohne Kavitationsmodell
    • Instationäre Kavitationssimulation: Aktivierung des Zweiphasenmodells und Berechnung des zeitabhängigen Kavitationsverhaltens
    • Automatisiertes Post-Processing: Kennlinienauswertung, Visualisierung der Dampfvolumenanteile, Druckpulsationsanalyse
    • Parametervariation: Systematische Berechnung mehrerer Betriebspunkte zur Erstellung vollständiger NPSH-Kurven

    Kavitationssimulation als Grundlage für kavitationsrobuste Auslegung

    Die eigentliche Stärke der CFD-basierten Kavitationsanalyse liegt nicht allein in der Diagnose – sondern in der Optimierung. Auf Basis der Simulationsergebnisse lassen sich gezielt konstruktive Maßnahmen ableiten und bewerten:

    • Anpassung der Schaufelgeometrie (Profilform, Einlaufkante, Wölbung) zur Druckverteilungsoptimierung
    • Variation des Zulaufdrucks und des Laufrad-Vordralles
    • Einsatz kavitationsresistenter Werkstoffe in identifizierten Erosionszonen
    • Geometrische Optimierung von Inducer-Stufen zur NPSH-Absenkung

    In Kombination mit unserem automatisierten Optimierungs-Framework lassen sich viele Geometrievarianten systematisch auf ihr Kavitationsverhalten untersuchen – ohne manuellen Mehraufwand je Variante.

    Fazit: Kavitation berechnen, bevor sie Schäden verursacht

    Kavitation in Turbomaschinen ist kein unbeherrschbares Schicksal – sie ist berechenbar, lokalisierbar und durch gezielte Konstruktionsmaßnahmen beherrschbar. Die CFD-Kavitationssimulation auf Basis von OpenFOAM bietet dafür das genaueste und kosteneffizienteste Werkzeug: ohne Lizenzkosten, vollständig automatisierbar und direkt in den Entwurfsprozess integrierbar.

    Sie möchten das Kavitationsverhalten Ihrer Pumpe, Ihres Propellers oder Ihrer Turbine numerisch untersuchen? Kontaktieren Sie uns – wir analysieren Ihre Maschine und identifizieren Optimierungspotenziale, bevor es zu Schäden kommt.

  • Propulsionsanalyse und Antriebsleistungsvorhersage mit Open-Source-Software

    Propulsionsanalyse und Antriebsleistungsvorhersage mit Open-Source-Software

    Nach der Bestimmung einer Propeller-Freifahrtkurve mit CFD (Computational Fluid Dynamics) oder einem anderen Berechnungsverfahren ist eine weitere Analyse – insbesondere eine Propulsionsanalyse – erforderlich, um die Antriebsleistung für ein bestimmtes Schiff zuverlässig vorherzusagen. Wir haben spezialisierte Analysesoftwarelösungen entwickelt, die eine nahtlose Integration in den Schiffsdesignprozess ermöglichen und sich dabei ausschließlich auf Open-Source-Software stützen.

    Von der Freifahrtkurve zur Antriebsanalyse

    Die Propeller-Freifahrtkurve (auch Open-Water-Kurve genannt) beschreibt das hydrodynamische Verhalten eines Propellers unter definierten Bedingungen – ohne Einfluss des Schiffsrumpfes. Sie liefert die grundlegenden Kennzahlen wie Schubbeiwert (KT), Drehmomentbeiwert (KQ) und Propellerwirkungsgrad (η) in Abhängigkeit vom Fortschrittsgrad (J).

    Diese Kurve bildet die Grundlage für alle weiterführenden Analysen, ist für sich allein jedoch nicht ausreichend, um die tatsächliche Antriebsleistung im realen Schiffsbetrieb zu bestimmen. Erst durch eine vollständige Antriebsanalyse – unter Berücksichtigung von Rumpfwiderstand, Nachstrom, Sog und mechanischen Verlusten – lässt sich eine belastbare Leistungsvorhersage treffen.

    Antriebsanalyse: Methodik und Berechnungsschritte

    Eine vollständige Schiffsantriebsanalyse umfasst typischerweise folgende Schritte:

    • Widerstandsvorhersage: Bestimmung des Gesamtwiderstands des Schiffes bei gegebener Geschwindigkeit, z. B. durch CFD-Simulation oder auf Basis anerkannter Näherungsverfahren (ITTC-Methoden, Holtrop-Mennen).
    • Propeller-Rumpf-Interaktion: Berücksichtigung von Nachstromziffer (w), Sogziffer (t) und relativem Rotationswirkungsgrad (ηR).
    • Betriebspunktbestimmung: Ermittlung des Arbeitspunktes von Propeller und Motor im Zusammenspiel (Self-Propulsion Point).
    • Leistungsvorhersage: Berechnung der erforderlichen Wellenleistung unter Einbeziehung von Getriebe- und Lagerverlusten.
    • Seegangs- und Fouling-Zuschläge: Ergänzung praxisrelevanter Zuschläge für Betrieb unter realen Bedingungen (Sea Margin, Fouling Allowance).

    Unsere Open-Source-basierten Softwarelösungen

    Wir haben maßgeschneiderte Analysesoftwarelösungen entwickelt, die ausschließlich auf Open-Source-Technologien basieren – transparent, flexibel und kosteneffizient. Unsere Tools sind darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende Designprozesse zu integrieren, ob im frühen Konzeptstadium oder in der detaillierten Entwurfsphase.

    Die Vorteile unseres Open-Source-Ansatzes:

    • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Alle Berechnungsschritte sind offen einsehbar und wissenschaftlich prüfbar.
    • Unabhängigkeit von kommerziellen Lizenzmodellen: Keine versteckten Kosten, keine Herstellerabhängigkeit.
    • Interoperabilität: Einfache Anbindung an gängige CFD-Pakete (z. B. OpenFOAM) und weitere Designwerkzeuge.
    • Anpassbarkeit: Vollständige Anpassung an projektspezifische Anforderungen und Schiffstypen.
    • Community und Weiterentwicklung: Profitieren Sie von einer aktiven Open-Source-Community und kontinuierlichen Verbesserungen.

    Einsatzgebiete und Schiffstypen

    Unsere Analysemethoden sind für eine Vielzahl von Schiffstypen und Anwendungsbereichen geeignet, darunter:

    • Handelsschiffe (Containerschiffe, Tanker, Bulker)
    • Arbeitsschiffe und Offshore-Versorger
    • Fähren und Passagierschiffe
    • Forschungs- und Spezialfahrzeuge
    • Sportboote und Yachten

    Fazit: Effiziente Leistungsvorhersage im modernen Schiffsentwurf

    Die Kombination aus präziser CFD-basierter Propelleranalyse und einer strukturierten Antriebsanalyse bildet heute den Stand der Technik im hydrodynamischen Schiffsentwurf. Mit unseren Open-Source-Softwarelösungen bieten wir Schiffbauingenieuren und Designbüros ein leistungsfähiges, transparentes und kosteneffizientes Werkzeug – von der Freifahrtkurve bis zur finalen Leistungsvorhersage.

    Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Analysemethoden und Softwarelösungen zu erfahren, oder sehen Sie sich unsere Fallstudien und Referenzprojekte an.