Kategorie: Thermodynamik

  • InsightCAE Case Builder für thermische Simulationen

    InsightCAE Case Builder für thermische Simulationen

    Aufbereitung und Case Setup für die thermische Simulation mit Opensource Software wie z.B. OpenFoam, Elmer, etc. Unsere Software InsightCAE ermöglicht schnelles und automatisiertes Pre- und PostProcessing für eine robuste Simulation der Wärmeausbreitung. Installation der Software InsightCAE inkl. OpenFOAM auf Windows- und Linuxrechnern, Implementierung von Softwareaddons, Bereitstellung von Rechenressourcen (HPC) sowie Support sichern schnelle und vertrauensvolle Simulationsergebnisse.

  • Gewässer als Energiereservoir – Wärmepumpen, Kühlwasser und thermische Simulation

    Gewässer als Energiereservoir – Wärmepumpen, Kühlwasser und thermische Simulation

    Natürliche Gewässer bieten enormes Potenzial als Energiereservoir für moderne Wärmpumpensysteme. Die gezielte Nutzung von Oberflächengewässern, Seen und Flüssen zur Wärmeentnahme und -einleitung eröffnet nachhaltige Alternativen zu konventionellen Heizlösungen – erfordert jedoch eine präzise hydraulische und thermische Planung, um ökologische und behördliche Anforderungen zu erfüllen.

    Einleitung von Kühlwasser einer Wärmepumpe ins Gewässer

    Bei Wärmepumpenanlagen, die Gewässerwasser als Wärmequelle nutzen, wird das abgekühlte (im Heizbetrieb) bzw. erwärmte (im Kühlbetrieb) Wasser nach der Wärmeübertragung wieder in das Gewässer eingeleitet. Diese Einleitung stellt sowohl im Winter als auch im Sommer eine ingenieurtechnische Herausforderung dar:

    • Winter (Heizbetrieb): Der Wärmepumpe wird dem Gewässer Wärme entzogen. Das rückgeführte Kühlwasser ist kälter als die Umgebungstemperatur des Gewässers. Lokale Unterkühlung und Eisbildung an Einleitungsstellen müssen vermieden werden.
    • Sommer (Kühlbetrieb): Überschusswärme wird ins Gewässer abgeführt. Das eingeleitete Wasser ist wärmer als die natürliche Gewässertemperatur. Thermische Schichtung und eine übermäßige Erwärmung sensibler Flachwasserzonen sind kritisch zu bewerten.

    Behördliche Grenzwerte für Temperaturänderungen im Gewässer (typischerweise ±3 K gegenüber der natürlichen Temperatur in Deutschland) müssen bei der Anlagenauslegung zwingend eingehalten werden.

    Thermische Simulation: Aufheizung von Gewässer und Gewässerboden

    Um die Auswirkungen der Kühlwassereinleitung realitätsnah bewerten zu können, werden numerische thermische Simulationen eingesetzt. Diese modellieren die räumliche und zeitliche Temperaturverteilung im Gewässer sowie im Sediment (Gewässerboden) und berücksichtigen dabei folgende Einflussfaktoren:

    • Strömungsverhältnisse: Fließgeschwindigkeit, Turbulenz, natürliche Konvektion und Temperaturschichtung im Gewässer
    • Wärmeleitung im Sediment: Der Gewässerboden speichert und verzögert thermische Einflüsse – besonders relevant bei stehenden Gewässern wie Seen oder Teichen
    • Saisonale Schwankungen: Jahresgang der natürlichen Gewässertemperatur, Eisbedeckung im Winter, sommerliche Temperaturstratifikation
    • Wärmeübergang an der Wasseroberfläche: Verdunstung, Strahlung und konvektiver Wärmeaustausch mit der Atmosphäre

    Methoden wie die Computational Fluid Dynamics (CFD) ermöglichen es, kritische Bereiche thermischer Belastung frühzeitig zu identifizieren und die Anlage entsprechend zu optimieren.

    Auslegung der Einstromgeometrie

    Die Geometrie der Einleitstelle hat entscheidenden Einfluss darauf, wie schnell und vollständig sich das eingeleitete Kühlwasser mit dem umgebenden Gewässerwasser durchmischt. Ziel ist eine möglichst homogene Einmischung, um lokale Temperaturextreme zu vermeiden. Relevante Gestaltungsparameter sind:

    • Ausströmrichtung und -winkel: Einleitung mit Strömungsrichtung des Gewässers (Mitstromprinzip) fördert die Durchmischung
    • Düsengeometrie und Austrittsdurchmesser: Erhöhung der Austrittsgeschwindigkeit verbessert den Impuls und damit die turbulente Einmischung
    • Einleittiefe: Einleitung unterhalb der Sprungschicht oder nahe der Gewässersohle kann thermische Schichtungseffekte ausnutzen oder umgehen
    • Mehrfachauslassverteilung: Mehrere kleinere Auslässe statt eines zentralen Einleitpunkts vergrößern die Kontaktfläche mit dem Umgebungswasser

    Bestimmung der maximalen Volumenströme zur optimalen Vermischung

    Der maximal zulässige Volumenstrom des eingeleiteten Kühlwassers wird durch das Vermischungsverhalten und die Einhaltung der Temperaturgrenzwerte bestimmt. Grundlage bilden hydraulische Mischungsrechnungen, die das Verhältnis von Einleitungsvolumenstrom zu verfügbarem Umgebungsvolumenstrom (Verdünnungsverhältnis) analysieren.

    Wesentliche Einflussgrößen bei der Auslegung sind:

    • Natürlicher Abfluss bzw. Wasservolumen des Gewässers (Mindestabfluss MNQ bei Fließgewässern)
    • Temperaturdifferenz zwischen Einleitung und Gewässer (ΔT)
    • Thermische Leistung der Wärmepumpe und COP (Coefficient of Performance)
    • Behördliche Auflagen aus dem Wasserrecht (WHG, Landeswassergesetze)

    Auf Basis dieser Parameter lässt sich iterativ der maximale Volumenstrom bestimmen, der eine regelkonforme und ökologisch verträgliche Einleitung gewährleistet.

    Fazit: Gewässer als zukunftsfähige Wärmequelle

    Die Nutzung von Gewässern als Energiereservoir für Wärmepumpenanlagen ist eine technisch ausgereifte und klimafreundliche Lösung – sofern Planung, Simulation und Auslegung sorgfältig und regelkonform durchgeführt werden. Die thermische Simulation kombiniert mit einer optimierten Einstromgeometrie und einer fundierten Volumenstrombemessung stellt sicher, dass weder Ökologie noch Effizienz auf der Strecke bleiben.

    Sie planen ein Projekt zur gewässerbasierten Wärmenutzung? Wir unterstützen Sie mit thermischen Simulationen, hydraulischen Berechnungen.

  • CFD-Simulation von Airbag-Gasgeneratoren – Kompressible Strömungen und Verdichtungsstöße

    CFD-Simulation von Airbag-Gasgeneratoren – Kompressible Strömungen und Verdichtungsstöße

    Der Gasgenerator ist das sicherheitskritische Herzstück jedes Airbagsystems. Innerhalb weniger Millisekunden muss er eine definierte Gasmenge mit präzise kontrolliertem Druck und Temperatur bereitstellen – zuverlässig, reproduzierbar und unter extremen Bedingungen. Die dabei ablaufenden strömungsphysikalischen Vorgänge – Verdichtungsstöße, Expansionswellen, Wärmeübertragung und reales Gasverhalten – sind hochdynamisch und messtechnisch kaum vollständig erfassbar. Die numerische Strömungssimulation (CFD) ist daher ein unverzichtbares Werkzeug in der Entwicklung und Auslegung moderner Gasgeneratoren.

    Simulation kompressibler Strömungen im Gasgenerator

    Im Gegensatz zu inkompressiblen Strömungen – etwa in klassischen Hydrauliksystemen – müssen bei Gasgeneratoren für Airbags alle wesentlichen Effekte der kompressiblen Gasdynamik berücksichtigt werden. Unsere CFD-Simulationen bilden diese physikalischen Phänomene vollständig ab:

    • Verdichtungsstöße (Schockwellen) – abrupte, diskontinuierliche Zustandsänderungen im Strömungsfeld mit sprunghaftem Anstieg von Druck, Dichte und Temperatur; maßgeblich für Druckspitzen und strukturelle Belastungen im Gehäuse
    • Expansionswellen – Prandtl-Meyer-Expansion an Geometrieübergängen und Düsenabschnitten, relevant für die Strömungsführung und Impulsverteilung im Gasstrom
    • Kompression und Expansion – Einfluss auf Temperatur- und Druckentwicklung im transienten Befüllungsvorgang des Airbag-Kissens
    • Überschallströmungen und Machzahlverteilung – Auslegung von Düsen und Ausströmöffnungen für definierte Strömungsregime

    Stationäre und transiente Simulation – Methodik und Werkzeuge

    Je nach Fragestellung setzen wir auf stationäre Simulationen für die Grundauslegung und Parameterstudien oder auf vollständig transiente Berechnungen zur Abbildung des hochdynamischen Zündungs- und Befüllungsprozesses. Unsere Simulationsworkflows basieren auf bewährten Open-Source- und kommerziellen CFD-Solvern und werden über unsere Softwareumgebung InsightCAE effizient gesteuert:

    • Dichtebasierte Solver für kompressible Hochgeschwindigkeitsströmungen mit Stoßerfassung
    • Adaptive Zeitschrittsteuerung für stabile transiente Simulationen mit CFL-Kriterium
    • Netzverfeinerung in Schockzonen und wandnahen Bereichen für präzise Gradienten­auflösung
    • Parametrisierte Modellaufbauten für effiziente Variantenstudien zu Geometrie, Druck und Gasspezifikation

    Anwendungsfelder und Entwicklungsziele

    Die CFD-Simulation von Airbag-Gasgeneratoren unterstützt alle Phasen der Produktentwicklung – von der Konzeptauslegung bis zur virtuellen Absicherung vor dem Crash-Test:

    • Auslegung und Optimierung von Düsen- und Ausströmgeometrien für definiertes Befüllungsverhalten
    • Bewertung verschiedener Generatorkonzepte – pyrotechnisch, Hybrid oder Kaltgas – hinsichtlich Druck-Zeit-Verlauf und Gastemperatur
    • Thermische Absicherung des Airbag-Gewebes durch Begrenzung der Gasaustrittstemperatur
    • Funktionsnachweis bei Extremtemperaturen gemäß Automobilnormen (z. B. −40 °C bis +85 °C Umgebungstemperatur)
    • Reduktion von Entwicklungskosten und Prüfaufwand durch virtuelle Variantenbewertung vor dem physischen Prototyp

    CFD-Simulation für Ihren Gasgenerator anfragen

    Sie entwickeln oder optimieren einen Gasgenerator für Airbagsysteme oder verwandte pyrotechnische bzw. pneumatische Anwendungen? Sprechen Sie uns an – wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein präzises Simulationsmodell, das Ihren Entwicklungsprozess beschleunigt und absichert.

  • CFD-Simulation von Solarkollektoren – Thermische Auslegung und Strömungsoptimierung

    CFD-Simulation von Solarkollektoren – Thermische Auslegung und Strömungsoptimierung

    Die Effizienz eines Solarkollektors hängt von einer Vielzahl zusammenwirkender physikalischer Einflussgrößen ab – Sonneneinstrahlung, Außentemperatur, Windgeschwindigkeit, Kollektorgeometrie, Strömungsführung und Wärmeübertragung an das Trägermedium. Eine rein experimentelle Auslegung ist kosten- und zeitintensiv und liefert nur punktuelle Erkenntnisse. Die numerische Strömungs- und Wärmesimulation (CFD) ermöglicht dagegen eine vollständige, räumlich aufgelöste Analyse des thermischen und strömungsmechanischen Verhaltens – für beliebige Betriebsbedingungen und Kollektorkonfigurationen.

    Thermische Simulation: Aufwärmung unter realen Betriebsbedingungen

    Wir bestimmen die Aufwärmung des Wärmeträgermediums in Solarkollektoren unter Berücksichtigung aller relevanten Umgebungseinflüsse – stationär für Auslegungsbetriebspunkte sowie transient für die Abbildung tages- und jahreszeitlicher Schwankungen:

    • Solare Einstrahlung (Irradianz) – Variation der Globalstrahlung von bewölkten Bedingungen bis zur maximalen Direktstrahlung; Berücksichtigung des Einfallswinkels in Abhängigkeit von Kollektorneigung, geografischer Lage und Tageszeit
    • Außentemperatur – Einfluss der Umgebungstemperatur auf Wärmeverluste über Abdeckscheibe, Rahmen und Rückseite des Kollektors; Simulation saisonaler Betriebspunkte von Winter bis Hochsommer
    • Windgeschwindigkeit und -richtung – konvektive Wärmeverluste an der Kollektoroberfläche durch Umströmung; Identifikation kritischer Windangriffsflächen und aerodynamischer Druckverteilungen
    • Wärmeverlustanalyse – Quantifizierung von Verlusten durch Konvektion, Strahlung und Wärmeleitung zur Ermittlung des thermischen Wirkungsgrades

    Strömungstechnische Auslegung: Volumenströme und Druckverluste

    Neben der thermischen Leistung ist die hydraulische Auslegung des Kollektors entscheidend für den Systemwirkungsgrad und die Betriebssicherheit. Eine ungleichmäßige Durchströmung der Absorberkanäle führt zu lokalen Überhitzungen, erhöhtem Verschleiß und reduziertem Wärmeertrag. Wir simulieren und optimieren:

    • Volumenstromverteilung – gleichmäßige Durchströmung aller Absorberrohre oder -kanäle als Grundvoraussetzung für maximale thermische Effizienz; Identifikation und Behebung von Strömungsungleichgewichten
    • Druckverlustberechnung – Bestimmung des Gesamtdruckverlustes über den Kollektor als Grundlage für die Auslegung der Umwälzpumpe und des Rohrleitungssystems
    • Kanalgeometrie und Absorberdesign – Vergleich verschiedener Registergeometrien (Harfenregister, Mäanderregister, Plattenabsorber) hinsichtlich Druckverlust und Wärmeübertragungseffizienz
    • Einfluss des Wärmeträgermediums – Wasser, Wasser-Glykol-Gemische oder Spezialfluide mit temperaturabhängigen Stoffeigenschaften

    Kollektortypen und Anwendungsbereiche

    Unsere Simulationsmethoden sind auf alle gängigen Solarkollektortechnologien anwendbar:

    • Flachkollektoren – der am weitesten verbreitete Kollektortyp für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung; Simulation der Glasabdeckung, Absorberplatte und Isolationsschicht
    • Vakuumröhrenkollektoren – höhere Effizienz bei diffuser Strahlung und tiefen Außentemperaturen; Strömungs- und Wärmesimulation im Ringraum und im Wärmerohr (Heat Pipe)
    • Konzentrierende Kollektoren (CPV/CSP) – Parabolrinnen, Fresnel-Kollektoren und Dish-Systeme für Prozesswärme und solarthermische Kraftwerke
    • Luftkollektoren – direkte Erwärmung von Luft als Wärmeträger für Trocknungsanlagen, Gebäudelüftung oder landwirtschaftliche Anwendungen

    Solarkollektorsimulation anfragen

    Sie entwickeln einen neuen Kollektor, optimieren ein bestehendes Design oder planen ein Kollektorfeld für eine Industrie- oder Gebäudeanwendung? Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Sie mit präziser CFD-Simulation von der ersten Konzeptidee bis zur serienreifen Auslegung.

  • Gebäudeklimatisierung – Simulation von Temperaturverteilung und Luftzirkulation

    Gebäudeklimatisierung – Simulation von Temperaturverteilung und Luftzirkulation

    Die numerische Simulation von Temperaturverteilung und Klimatisierung ermöglicht eine präzise, datenbasierte Planung von Räumen und Hallen – noch vor dem ersten Spatenstich oder dem nächsten Umbau. Mithilfe moderner CFD-Methoden (Computational Fluid Dynamics) lassen sich thermische Schwachstellen frühzeitig identifizieren und gezielt beheben.

    Was leistet die thermische Gebäudesimulation?

    Unsere Simulationslösungen decken das gesamte Spektrum der thermischen und strömungstechnischen Analyse ab:

    • Visualisierung von Wärmebrücken – Kritische Bereiche in Fassaden, Dächern und Anschlüssen werden sichtbar, bevor sie zu Bauschäden oder Energieverlusten führen.
    • Überhitzungsanalyse – Unter Berücksichtigung von Windrichtung, Sonneneinstrahlung und saisonalen Klimadaten wird das thermische Verhalten von Gebäuden realistisch berechnet.
    • Energetische Optimierung der Raumlüftung – Gezielte Anpassung von Zu- und Abluftführung zur Sicherung gesunder Raumluft und effizienter Energienutzung.
    • Hallenentlüftung und Industriebelüftung – Besonders in großen Produktions- und Lagerhallen ist eine durchdachte Luftführung entscheidend für Arbeitssicherheit und Anlagenleistung.

    InsightCAE Add-On für Gebäudebelüftungssimulation

    Das speziell entwickelte InsightCAE Add-On für Gebäudebelüftungssimulation bietet eine leistungsstarke und anwenderfreundliche Umgebung für die vollständige Simulationskette – von der Geometrie bis zum Ergebnis.

    • Interaktive Geometrieerstellung aus bestehenden 2D-Plänen oder BIM-Daten (Building Information Modeling) – ohne aufwändige manuelle Modellierung.
    • Nahtlose Integration in bestehende Planungs- und Engineering-Workflows.
    • Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit einem großen Industriekunden – praxisnah, erprobt und auf reale Anforderungen ausgerichtet.

    Warum numerische Simulation statt klassischer Planung?

    Konventionelle Berechnungsmethoden stoßen bei komplexen Gebäudegeometrien, variablen Klimabedingungen oder industriellen Anforderungen schnell an ihre Grenzen. Die numerische Strömungs- und Wärmesimulation hingegen liefert:

    • Räumlich aufgelöste Temperatur- und Strömungsfelder in 3D
    • Quantitative Bewertung verschiedener Belüftungskonzepte im direkten Vergleich
    • Nachvollziehbare, dokumentierbare Ergebnisse für Bauanträge, Zertifizierungen und Energieausweise
    • Frühzeitige Fehlervermeidung und Kostenreduktion durch virtuelle Optimierung

    Typische Anwendungsfälle

    Die thermische Gebäudesimulation wird eingesetzt bei:

    • Industrie- und Produktionshallen mit hoher Wärmelast
    • Büro- und Verwaltungsgebäuden mit sommerlichem Wärmeschutz-Nachweis
    • Rechenzentren und Serverräumen mit kritischen Temperaturanforderungen
    • Sportstätten, Messen und öffentlichen Gebäuden mit großem Raumvolumen
    • Bestandsgebäuden im Rahmen energetischer Sanierungsplanung

    Jetzt Beratung anfragen

    Sie planen ein Neubauprojekt, eine Sanierung oder möchten die Klimatisierung Ihrer Bestandsimmobilie optimieren? Kontaktieren Sie uns – wir analysieren Ihre Anforderungen und zeigen Ihnen, wie numerische Simulation Zeit, Kosten und Energie spart.

  • Simulation induktiver Heizung – Elmer und OpenFOAM

    Simulation induktiver Heizung – Elmer und OpenFOAM

    Die induktive Erwärmung ist ein etabliertes und hocheffizientes Verfahren in der modernen Fertigungs- und Prozesstechnik. Ob Härten, Löten, Schrumpfen oder gezielte Wärmebehandlung – die berührungslose, schnelle und lokal präzise Wärmeeinbringung macht Induktionsheizung zum Verfahren der Wahl in zahlreichen Industriezweigen. Die zugrunde liegenden physikalischen Wechselwirkungen zwischen elektromagnetischem Feld, induziertem Strom und resultierender Wärmeverteilung sind jedoch komplex und ohne numerische Simulation kaum vorherzusagen.

    Wir simulieren induktive Heizvorgänge für technische Bauteile aus verschiedensten Materialien – in 2D und 3D, inklusive der umgebenden Medien. Dabei verbinden wir die elektromagnetische Feldsimulation mit Elmer und die Wärmeausbreitungsberechnung mit OpenFOAM zu einer leistungsfähigen, gekoppelten Multiphysik-Simulation – integriert in unsere Softwareumgebung InsightCAE.

    Was leistet die Simulation induktiver Heizung?

    Die numerische Simulation des Induktionsheizens erlaubt eine vollständige, physikalisch konsistente Beschreibung des Erwärmungsprozesses – von der Spulengeometrie bis zur Temperaturverteilung im Bauteil und seiner Umgebung:

    • Berechnung der elektromagnetischen Feldverteilung – Magnetfeldstärke, Stromdichte und Wirbelstromverluste in Abhängigkeit von Frequenz, Spulengeometrie und Materialparametern
    • Räumliche Wärmequellenverteilung – aus den Joulschen Verlusten abgeleitete lokale Wärmeeinbringung als Grundlage der thermischen Analyse
    • Stationäre und transiente Wärmeausbreitung – Temperaturverläufe über Zeit und Raum, Abkühlverhalten, thermische Gradienten und Hotspots
    • Einfluss der Umgebung – Wärmeleitung in angrenzende Bauteile, Strahlung und Konvektion an Oberflächen werden vollständig berücksichtigt
    • Materialseitige Nichtlinearitäten – temperaturabhängige elektrische Leitfähigkeit, Wärmekapazität und Wärmeleitfähigkeit werden korrekt abgebildet

    Gekoppelte Multiphysik-Simulation: Elmer + OpenFOAM in InsightCAE

    Die physikalische Besonderheit der induktiven Heizung liegt in der engen Kopplung von Elektromagnetik und Wärmetransport. Beide Domänen beeinflussen sich gegenseitig: Das elektromagnetische Feld bestimmt die Wärmequellen, während die Temperatur die materialabhängigen elektromagnetischen Eigenschaften verändert. Diese bidirektionale Kopplung erfordert spezialisierte Simulationswerkzeuge.

    • Elmer (FEM) – löst die Maxwell-Gleichungen für die elektromagnetische Feldsimulation, berechnet Wirbelströme und Joulesche Verlustleistung im Bauteil und in der Umgebung
    • OpenFOAM (FVM) – übernimmt die Wärmetransportberechnung, bildet stationäre und transiente Temperaturfelder ab und berücksichtigt Wärmeleitung, Konvektion und Strahlung
    • InsightCAE – unsere eigene Simulationsumgebung koordiniert den Datenaustausch zwischen beiden Solvern, verwaltet die Kopplungsschritte und stellt eine durchgängige Workflow-Umgebung von der Geometrieaufbereitung bis zur Ergebnisauswertung bereit

    2D- und 3D-Simulation – Materialien und Geometrien

    Je nach Komplexität der Aufgabenstellung setzen wir auf rotationssymmetrische 2D-Modelle für schnelle Parameterstudien oder vollständige 3D-Modelle für geometrisch komplexe Bauteile und asymmetrische Spulenanordnungen. Simuliert werden Bauteile aus:

    • Stählen und Sonderstählen – ferromagnetisch und austenitisch, mit und ohne Phasenumwandlung
    • Aluminium- und Kupferlegierungen – hohe elektrische Leitfähigkeit, geringe Eindringtiefe bei hohen Frequenzen
    • Titanbasislegierungen – relevant für Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik
    • Verbundwerkstoffen und Mehrschichtsystemen – z. B. beschichtete Bauteile oder eingegossene Einlegeteile

    Typische Anwendungsfälle der Induktionsheizungssimulation

    Die Simulation induktiver Heizvorgänge ist in einer Vielzahl von Prozessen und Branchen von entscheidender Bedeutung:

    • Induktionshärten – Vorhersage der Einhärtetiefe, Temperaturprofile und Abschreckverhalten für Zahnräder, Wellen und Lagerringe
    • Induktionslöten und -schweißen – Optimierung der Wärmeeinbringung für reproduzierbare Fügeverbindungen
    • Schrumpfverbindungen – thermisch kontrolliertes Aufweiten von Naben und Ringen zur Montage von Pressverbänden
    • Erwärmung vor dem Umformen – Schmieden, Fließpressen oder Warmbiegen mit gezielter lokaler Vorwärmung
    • Kunststoffverarbeitung und Verbundwerkstoffe – induktives Erwärmen von Einlegeteilen oder Werkzeugen
    • Prüf- und Messtechnik – zerstörungsfreie Prüfung mittels Wirbelstromverfahren (Eddy Current Testing)

    Vorteile der numerischen Simulation gegenüber rein experimentellen Ansätzen

    • Visualisierung innerer Temperaturfelder, die messtechnisch nicht oder nur mit hohem Aufwand zugänglich sind
    • Systematische Variation von Spulengeometrie, Frequenz, Leistung und Bauteilposition ohne physische Prototypen
    • Frühzeitige Identifikation von Überhitzungszonen, unzureichender Eindringtiefe oder ungleichmäßiger Erwärmung
    • Verkürzung von Entwicklungszeiten und Reduktion von Ausschuss und Nacharbeit in der Serienproduktion
    • Absicherung und Dokumentation von Prozessparametern für Qualitätsmanagement und Zertifizierungen

    Induktionsheizung simulieren lassen – jetzt anfragen

    Sie möchten einen Induktionsheizprozess optimieren, ein neues Verfahren auslegen oder ein bestehendes Bauteil auf thermische Belastbarkeit prüfen? Sprechen Sie uns an – wir analysieren Ihre Aufgabenstellung und entwickeln ein maßgeschneidertes Simulationsmodell mit Elmer, OpenFOAM und InsightCAE.

  • Gekoppelter Wärmetransport – Conjugate Heat Transfer

    Gekoppelter Wärmetransport – Conjugate Heat Transfer

    Bei einigen Simulationsproblemen spielt nicht nur der Wärmetransport im Fluid alleine eine Rolle, sondern auch der im benachbarten Festkörper. Dann muss eine gekoppelte Simulation der Wärmeausbreitung zwischen Festkörper und Fluid (CHT – Conjugate Heat Transfer) durchgeführt werden.

    Wir beherrschen solche Simulationen mit unseren Open-Source-Tools, z.B. OpenFOAM. Für eine schnelle Optimierung der Heiz- und Kühlleistung mittels numerischer Simulation haben wir zusätzliche Tools erstellt, um die Vorbereitung solcher Simulationen zu beschleunigen.

  • Wärmetransport

    Wärmetransport

    Stationäre und transiente 3D Simulation der Wärmeausbreitung in komplexen Bauteilen verschiedener Materialien. Kühlung und Erwärmung von Bauteilen zur Bestimmung kritischer Wärmeströme, erforderliche Kühllasten oder z.B. Vermeidung von thermischen Spannungen. Optimierung der Bauteilgeometrien durch automatisierte Geometrieerstellung und Simulationsabläufe.

  • Ausbreitung von Gasen in der Umwelt

    Ausbreitung von Gasen in der Umwelt

    CFD-Simulation von Gasausbreitung im Störfall – Sicherheitsanalyse für leichte und schwere Gase

    Bei industriellen Anlagen, Chemiebetrieben, Energieversorgungsinfrastrukturen und sicherheitsrelevanten Einrichtungen stellt die unkontrollierte Freisetzung von Gasen im Störfall ein erhebliches Risiko für Mensch, Umwelt und Sachwerte dar. Die präzise Vorhersage der Gasausbreitung ist daher ein wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitsanalysen, Risikobeurteilungen und Notfallplanungen.

    Simulationsbasierte Störfallanalyse mit CFD

    Mittels CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics) werden im Störfall austretende Gase – sowohl leichte Gase (z. B. Wasserstoff, Methan, Ammoniak) als auch schwere Gase (z. B. Chlor, Propan, CO₂) – in ihrer räumlichen und zeitlichen Ausbreitung präzise erfasst. Die Simulation berücksichtigt dabei die nahe Umgebung (Gebäudekonturen, Hindernisse, Geländestruktur) ebenso wie die entfernte Umgebung (Bebauungsdichte, Topografie, offene Flächen), um realistische Ausbreitungsszenarien abzubilden.

    Stationäre und transiente Konzentrationsfelder

    Die Berechnung sowohl stationärer als auch transienter Konzentrationsfelder erlaubt eine differenzierte Beurteilung der Ausbreitungsdynamik:

    • Stationäre Felder zeigen den eingeschwungenen Zustand bei konstanter Leckagerate und geben Aufschluss über dauerhaft kritische Zonen, Explosionsgrenzen (UEG/OEG) und Toxizitätsschwellen (z. B. ERPG-, AEGL- oder IDLH-Werte).
    • Transiente Felder bilden den zeitlichen Verlauf der Ausbreitung ab – von der Freisetzung über die Wolkenbildung bis zur Verdünnung – und sind entscheidend für die Bewertung von Evakuierungszeiträumen und Alarmierungskonzepten.

    Einfluss verschiedener Windrichtungen und meteorologischer Bedingungen

    Windrichtung, Windgeschwindigkeit und atmosphärische Stabilitätsklassen (nach Pasquill-Gifford oder Monin-Obukhov) haben einen maßgeblichen Einfluss auf Reichweite, Konzentration und Gefährdungszone einer Gaswolke. Durch die systematische Variation dieser Parameter werden alle sicherheitsrelevanten Szenarien abgedeckt – von ruhiger Wetterlage mit geringer Durchmischung bis hin zu turbulenter Strömung mit schneller Verdünnung.

    Transiente Einstromrandbedingungen in atmosphärischen Grenzschichten

    Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Simulation ist die Verwendung eigens entwickelter transienter Einstromrandbedingungen für atmosphärische Grenzschichten. Im Gegensatz zu vereinfachten Windprofilen werden dabei realitätsnahe, zeitlich variable Strömungsprofile mit turbulenter Grenzschichtstruktur eingesetzt. Dies gewährleistet eine hohe Übereinstimmung mit realen meteorologischen Bedingungen und steigert die Zuverlässigkeit sowie Validierbarkeit der Simulationsergebnisse erheblich – ein entscheidender Vorteil gegenüber klassischen Gaußschen Ausbreitungsmodellen.

    Anwendungsfelder und regulatorischer Rahmen

    Die CFD-basierte Gasausbreitungssimulation findet Anwendung in:

    • Störfallverordnung (12. BImSchV) / Seveso-III-Richtlinie: Nachweis sicherer Abstände und Sicherheitszonen
    • Sicherheitsberichten und QRA (Quantitative Risk Assessment): Grundlage für probabilistische Risikoanalysen
    • Feuerwehr- und Katastrophenschutzplanung: Unterstützung bei Einsatzszenarien und Evakuierungsplanung
    • Anlagenplanung und Genehmigungsverfahren: Frühzeitige Identifikation kritischer Ausbreitungspfade

  • Kühlung elektronischer Bauteile

    Kühlung elektronischer Bauteile

    Thermische Simulation und Wärmemanagement in der Elektronik- und Leuchtenentwicklung

    In modernen Entwicklungsprozessen ist das thermische Management eine zentrale Herausforderung – insbesondere bei leistungsintensiven Komponenten wie Elektronikbaugruppen, Leistungselektronik und LED-Leuchtmitteln. Mithilfe von 3D-CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) und FEM-basierter Wärmeanalyse (Finite-Elemente-Methode) erfolgt eine präzise thermische Analyse zur Kühlung verschiedener Bauteile, darunter Elektronik, Leuchtmittel und eingebettete Systeme.

    Wärmeübertragungsmechanismen im Detail

    Eine realitätsnahe Simulation berücksichtigt alle relevanten Wärmeübertragungsmechanismen:

    • Wärmeleitung (Konduktion): Die Quantifizierung der Wärmeleitung durch Festkörper – wie Leiterplatten (PCBs), Kühlkörper und Gehäusematerialien – ermöglicht die gezielte Auswahl thermisch optimierter Werkstoffe und Materialverbünde.
    • Wärmestrahlung (Radiation): Die Berechnung emittierter Infrarotstrahlung anhand von Emissionsgraden und Oberflächentemperaturen ist besonders bei hohen Betriebstemperaturen und im Vakuum relevant.
    • Freie Konvektion (natürliche Konvektion): Ohne aktive Kühlelemente entsteht eine Luftzirkulation allein durch Dichteunterschiede im erwärmten Fluid – ideal für lautlose, wartungsarme Designs.
    • Erzwungene Konvektion: Lüfter, Gebläse oder Pumpen erzeugen einen definierten Luftstrom oder Flüssigkeitsstrom und steigern den Wärmeübergang erheblich. Die Simulation erlaubt die Optimierung von Strömungsführung, Kanalgeometrie und Ventilatorposition.

    Kühlkonzepte und ihre simulationsgestützte Bewertung

    Verschiedene Kühlstrategien – von passiver Luftkühlung über aktive Zwangskühlung bis hin zu Flüssigkeitskühlung und Wärmerohren (Heat Pipes) – werden virtuell bewertet, bevor ein physischer Prototyp entsteht. Kenngrößen wie maximale Bauteiltemperaturen, Temperaturgradienten, thermische Widerstände sowie die Einhaltung von Grenzwerten nach IEC-, JEDEC- oder UL-Normen sind dabei entscheidende Bewertungskriterien.

    Frühzeitige Funktionalitätssicherung im Entwicklungsprozess

    Durch die Integration thermischer Simulation bereits in frühen Entwicklungsphasen – vom Konzeptentwurf über das Detaildesign bis zur Serienreife – lassen sich kostspielige Redesigns und thermisch bedingte Ausfälle vermeiden. Die Simulation liefert belastbare Aussagen zur Lebensdauer, Zuverlässigkeit und Einhaltung von Temperaturgrenzen (z. B. Tjunction bei Halbleitern oder Tc-Werte bei LED-Modulen), die direkt in die Konstruktion einfließen.

    Damit wird die Funktionalität des Produkts zuverlässig bereits im Entwicklungsprozess gewährleistet – lange vor dem ersten Prototyp.